Selbstkenntnis mit Haken und Ösen

Selbstkenntnis – ein wesentlicher Aspekt des Selbstmanagements

Um in unseren Lebenskontexten wirksam zu sein, ist es sinnvoll, die eigene Wirkung zu kennen oder zumindest, diese einschätzen zu können. Natürlich können wir auch einfach so agieren und in Anlehnung an schlaue Bücher, Tools einsetzen in der Hoffnung, dass sie den Effekt bewirken, den ich mir von ihnen erhoffe. Doch oft genug übersehen wir dabei, dass es eben nicht nur auf das Tool bzw. das Instrument ankommt, sondern IMMER auch auf die Person, die dieses Instrument einsetzt. Ein Hammer bleibt ein Hammer, doch ob Du oder ich ihn einsetze bestimmt, mit welcher Kraft und Trefferquote er genutzt wird.

Deswegen ist es, meines Erachtens nach wichtig, sich und die eigene Außenwirkung zu kennen und deren Effekt auf mein Umfeld einschätzen zu können. Klar, dass dies nie 100% geht und wir immer auch mit unseren blinden Flecken unterwegs sind. Doch diese können wir ja reflektieren und bearbeiten.

Hier 5 Impulse, um sich selbst und der eigenen Außenwirkung etwas mehr auf die Schliche zu kommen:

  1. Reflektiere regelmäßig, ob Du in Gesprächen, Meetings, Mails u.a. immer wieder den Effekt bewirkst, den Du wolltest. Wenn „Ja“, dann halte die entsprechende Strategie, das Instrument oder den Ansatz, den Du dort genutzt hast, fest, um immer wieder darauf zurückgreifen zu können. Wenn „Nein“, dann schau hin und überlege, an welcher Stelle Dein Gegenüber anders reagiert hat, als Du bewirken wolltest und frage Dich, was Du für die nächste Begegnung, das kommende Meeting anders machen könntest.

2. Hole Dir regelmäßig Feedback ein. Sowohl von Deinen Kollegen und Mitarbeitenden, als aber auch von Menschen aus Deinem persönlichen Umfeld. Lass Dir dabei natürlich gefallen, wenn Du Komplimente erhältst, auch diese haben ja einen Einfluss auf Deine Außenwirkung. Doch fordere ebenso auf, konkrete Situationen und Deine Wirkung auf den Gesamtkontext zu beleuchten, damit Du etwas über Dich erfährst, was Du vielleicht noch nicht wusstest oder nicht so angenehm ist, Dich aber in Deiner Entwicklung weiter bringt.

3. Entwickle oder bewahre Dir einen realistischen Blick auf Dich. Bedeutet, Dich mit Deinen Kompetenzen und deren Wirkung auf andere zu sehen und zu akzeptieren. Es impliziert aber auch, dass Du Dir zunehmend Deiner Grenzen klar wirst und auch diese mit ihren Haken und Ösen akzeptierst. Denn auch persönliche Entwicklung ist nicht unendlich.

4. Neben Deiner stetig wachsenden, realistischen Einschätzung zu Deiner Außenwirkung gilt es, diese abzugleichen mit dem, was Du für Dich und Dein Leben als relevant erachtest. Wie möchtest Du Dein Leben, Deine Beziehungen und damit, in direktem Zusammenhang, Deine berufliche Entwicklung gestalten. Wo möchtest Du in fünf Jahren sein, was möchtest Du bewirkt, beendet, begonnen, weitergeführt haben? Auch dies gehört in den Aspekt der Selbstkenntnis und stellt eine direkte Verbindung zum zweiten Aspekt des Selbstmanagements, nämlich die Selbstorganisation, her.

5. Eine weitere Idee, Dich in den Blick zu nehmen und mit einem Schmunzeln zu begleiten, sind unsere Impulskarten. Auf 44 Karten haben wir Zitate, Übungen und kleine Stories vorbereitet, die Dich animieren, nachzudenken, innezuhalten, sich erwischen zu lassen und sich ggfs. neu auszurichten. Ab und an wirst Du uns sogar über einen QR-Code per Audio hören – was meinst Du, etwas für Deinen Geschmack?

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